Erfindenker - Kreativ-Workshops im Auftrag des Goethe-Instituts mit dem Pocketrak W24

  • Myspace
  • Diese Seite drucken

25/5/2011 [Professional Audio]

 

 

Die Erfindenker

Kreativ-Workshops im Auftrag des Goethe-Instituts mit dem Pocketrak W24


Das “Erfindenker“ Kreativprojekt hat für das Goethe-Institut ein Workshop-Konzept mit dem Titel „Von der Idee zur CD“ erarbeitet. Im Februar 2011 waren die beiden “Erfindenker“ Sandro Jahn und Fabio Niehaus in Kamerun, um mit Schülern an insgesamt 5 Partnerschulen ein Gedicht von Kurt Tucholsky zu vertonen.

Für die Aufnahmen vor Ort wurden zwei Pocketrak Digitalrecorder W24 eingesetzt, die eigentliche Produktion erfolgte mit den Steinberg-DAWs Cubase und Sequel.

 

Wie kam eure Zusammenarbeit mit dem Goetheinstitut zustande?

Sandro: Mit dem Goethe-Institut haben wir erstmals 2009 zusammengearbeitet. Damals sind wir mit unserer Band "FEINKOST" nach Kamerun eingeladen worden um dort Konzerte an Schulen zu geben. Dabei sind einige gute Kontakte entstanden, und so sind wir ein Jahr später als Erfindenker dann mit unseren Ideen auch direkt auf offene Ohren und Türen gestoßen.

Fabio:  Herausgekommen ist  dann das "Von der Idee zur CD"-Workshopkonzept - gemeinsam mit den Schülern entwickeln wir hierbei einen eigenen Pop-Song auf Grundlage eines Gedichtstextes. Dieser wird dann innerhalb von zwei Schultagen aufgenommen und produziert.

 

Was hat Euch dazu bewegt, mit mobilen Digitalrecordern zu arbeiten?


Sandro: Da gab es gleich mehrere Beweggründe. Zum einen wollten wir ein "Backup" haben, also einen Recorder der, auf einem Stativ im Raum aufgestellt einfach den gesamten Workshop mitschneidet. So können wir sicher sein, dass selbst wenn während des Workshops technische Probleme mit einer der DAWs auftreten sollten, für uns immer noch die Möglichkeit besteht, sich den verlorenen Take hinterher aus der Backup-Spur herauszuschneiden. Außerdem verwenden wir das "Backup"-Material auch für Atmos, basteln Geräuschloops oder benutzen das Material zum "andicken". Zum anderen brauchen wir einen zweiten Recorder, der ausschließlich mobil, quasi aus-der-Hosentasche-gezückt zum Einsatz kommt. Im Laufe eines Workshoptages gibt es mehrere Kreativphasen, in denen die Teilnehmer in kleinen Teams musikalische Ideen entwickeln, und dabei sollen sie natürlich möglichst ungestört arbeiten können. Weil aber insbesondere während dieser Kreativphasen besonders viele spontane Ideen entstehen, geht immer einer von uns mit einem Pocketrack "bewaffnet" auf die Jagd. Oftmals merken die Schüler dabei gar nicht, dass wir sie schon aufnehmen - den kompakten Abmessungen des Recorders sei Dank.

Fabio: Es geht bei unserem Workshop darum möglichst kreativ zu sein. Kreativität kann nur in Freiräumen entstehen. Was also bietet sich besser an, als ein mobiles Aufnahmegerät? Die Schüler arbeiten viel in Kleingruppen und können auch frei entscheiden, wo sie am besten ungestört musikalisch kreativ werden möchten. Deshalb gehen wir oftmals mit dem Pocketrak zu den einzelnen Gruppen, um deren Ideen möglichst optimal festhalten zu können. Wahlweise geben wir den Pocketrack auch einfach ein Gruppe mit, denn das Gerät kann jeder sofort bedienen.

 

Wie zufrieden seid Ihr mit der Aufnahmequalität der Pocketrak Digitalrecorder?


Sandro: Die Aufnahmequalität des W24 ist über jeden Zweifel erhaben. Schlichtweg genial ist die ALC-Funktion, die das Signal immer perfekt aussteuert. Die eingebauten Mikrofone sind zudem absolut konkurrenzfähig.  In unserem Recording-Setup befinden sich ja auch einige Groß- und Kleinmembran-Kondensatormikrofone, die unsere DAWs mit Material füttern und denen der W24 quasi "zuarbeitet". Der Pocketrack ist dabei absolut auf Augenhöhe - was sich am deutlichsten anhand der fertig arrangierten Songs belegen lässt, wo sich definitiv nicht heraushören lässt, ob z.B. ein Vocal-Take von einem Großmembranmikrofon oder vom W24 kommt.

Fabio: Die Qualität hat uns immer wieder verblüfft und besonders der ALC-Schalter ist hervorzuheben, denn damit gehören übersteuerte Signale zur Vergangenheit. Der Pocketrack hat uns ehrlich gesagt schon einige Male gerettet. Denn viele Aufnahmen geschehen mit der gesamten Gruppe vor einem Kleinmembran-Kondensator-Mikrofonpäärchen. Das ist quasi ein Liverecording und da kommt es schon hin und wieder zu extremen Pegelschwankungen. Im Eifer des Gefechts achtet man in seiner Mehrfachposition als Dirigent/Produzent/Engineer/Dozent nicht immer auf den Rechner und den Eingangspegel. Genau aus diesem Grund haben wir immer einen fest installierten Pocketrack in höchster mp3-Abtastrate als Backup durchgehend laufen.

 

Welche persönlichen Erfahrungen haben die Schüler in Kamerun mit den Pocketrak Digitalrecordern gemacht?


Sandro: Auf den ersten Blick ist es für einen Schüler ja beinahe unmöglich das Potential so eines Gerätes zu erkennen. Viele halten den Pocketrack für ein Handy, eine Fernbedienung, o.ä. Umso verblüffter sind die Kids natürlich, wenn sie das Gerät dann in der Hand halten und mit einem einzigen Knopfdruck eine Audioaufnahme von sich oder ihrer Gruppe machen können. Und alle sind dann natürlich gespannt darauf wie "ihre Aufnahme" klingt, wenn wir nach einer Kreativphase die Ergebnisse via USB auf den PC überspielen um sie dann gemeinsam mit allen anzuhören.

Fabio: So ein kompaktes Gerät hat selbstverständlich seine Anziehungskraft und hat natürlich Fragen aus Richtung der Schüler mit sich gebracht. Aber besonders für die bereits erwähnten Kleingruppenarbeiten war der Pocketrack ein enorme Hilfe und man konnte auch mal ganz unauffällig einzigartige Momente aufnehmen, ohne dass eine künstliche Aufnahme-Athmosphäre entstand. Teilweise sind wir während der Aufnahmen mit der gesamten Gruppe mit dem zweiten Recorder zu einzelnen Schülern gelaufen, um parallel eine "Solo-Stimme" aufzunehmen. Für den Mix am Ende sind solche Momente Gold wert!

 

Könnt ihr uns kurz erzählen, wer die Erfindenker sind und ob Ihr schon Pläne für weitere Projekte habt.


Fabio: Die Erfindenker, das sind Fabio Niehaus und Sandro Jahn, zwei Profimusiker, die seit Jahren in Hamburg gemeinsam arbeiten und seit 2010 Kreativdienstleistungen anbieten. Dabei steht derzeit der edukative Bereich im Mittelpunkt. Neben "Von der Idee zur CD" bieten wir eine Lehrerfortbildung zum Fächerübergreifenden-Unterricht unter dem Titel "Mit Musik geht alles leichter" an.
Unsere Fertigkeiten im Bereich der Musikproduktion hat uns zu einer Kooperation mit dem Software-Entwickler Steinberg gebracht. Neben unserem Schwerpunkt auf Musik, bilden die pädogogisch-, psychologisch- und bewegungswissenschaftlichen Ausbildungen ein Gegengewicht, welche die Workshops um weitere Ebenen bereichern.

Sandro: Natürlich gibt es auch schon Pläne für weitere Projekte. Zunächst freuen wir uns darauf, die CD-Produktion unserer Kameruntour in Kürze fertiggestellt zu haben und sind schon gespannt auf die Resonanzen. Die Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut werden wir fortsetzen - Ende September 2011 geht es auf Workshoptour durch Island, und es gibt bereits Anfragen aus weiteren Ländern.

 

  • Myspace

Zurück nach oben