Über Blockflöten



Über Blockflöten und Quenas

Im Gegensatz zu anderen Blasinstrumenten im Orchester sind Blockflöte und Quena nicht schwer zu spielen. Neben ihrer leichten Spielbarkeit betört ihr einfacher und schöner Klang auch unser Herz.

Ein bekanntes Musikinstrument

Im 12. Jahrhundert bezeichnete der englische Begriff "Record" das Zwitschern eines kleinen Vogels. Nach einer Überlieferung wurde die Blockflöte (engl. Recorder) so genannt, weil mit ihrer Hilfe den Vögeln das Singen beigebracht wurde. Die frühen Blockflöten waren aus Holz, einige jedoch aus Elfenbein. Da sie so einfach zu spielen war, war die Blockflöte als Star-Instrument unter den Aristokraten im 16. Jahrhundert sehr beliebt. Im frühen 18. Jahrhundert wurde die Blockflöte ins Orchester aufgenommen, verschwand dann aber vollständig in den 1790er-Jahren. Im 20. Jahrhundert wurde die Blockflöte vom Engländer Arnold Dolmetsch jedoch wiederentdeckt. Zugleich kamen Blockflöten aus Kunststoff auf, die heute weit verbreitet sind und aus der Blockflöte ein beliebtes Musikinstrument für Kinder auf der ganzen Welt gemacht haben.

Grob eingeteilt gibt es vier Typen von Blockflöten. Die am häufigsten verwendete Blockflöte ist die Sopranblockflöte. Darüber hinaus gibt es die Alt-, die Tenor- und die Bassblockflöte. Kinder mit kleinen Händen sollten mit der Sopranblockflöte beginnen. Sie können sich am angenehmen Klang der Blockflöte erfreuen, indem Sie einfach die Grifflöcher schließen und in die Flöte hineinblasen. Die einfache Bedienung macht aus der Blockflöte das beste Musikinstrument für den Anfänger, der das Spielen von Musik erlernt.

Die vertikale Flöte aus Mittel- und Südamerika

Die Quena ist eine vertikale Flöte, die ihre Heimat in den südamerikanischen Ländern wie Peru und Bolivien hat. Die frühen Quenas wurden aus Tier- und Vogelknochen, Lehm oder Flaschenkürbis hergestellt, ihre modernen Gegenstücke sind jedoch aus Bambus oder Holz. Die frühen Modelle besaßen 3 bis 4 Löcher auf der Vorderseite, während die neuen Modelle standardisiert sind und sechs Löcher auf der Vorderseite besitzen, um die westliche Tonleiter spielen zu können. Beim Spiel der Quena wird dasselbe Prinzip verwendet wie bei einer japanischen Shakuhachi (Bambusflöte). Der Spieler erzeugt den Ton, indem er Luft über die U- oder V-förmige Kerbe auf dem Anblasloch bläst.

Die am häufigsten verwendete Quena ist 35 bis 40 cm lang und einen Ton höher als die Altblockflöte gestimmt. Die kleinere Quena wird "Quenilla" genannt und die größere "Quenacho". Zu den bekanntesten Quena-Spielern gehören die Argentinier Antonio Pantoja, Uña Ramos und Raul Mercado sowie die Bolivianer Rolando Encinas und Lucho Cavour. Darüber hinaus bauen viele Menschen ihre Quenas selbst. Die Quena ist ein Instrument, das auf mehr als nur eine Art Freude macht.

Tonumfang der Blockflöte

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