Über Marimbas



Über Marimbas und Xylophone

Marimba und Xylophon gehören zur selben Familie. Erstaunlicherweise stammen sie jedoch aus verschiedenen Regionen. Aufgrund ihres unterschiedlichen Tonumfangs werden sie in der klassischen Musik abhängig vom Stück unterschiedlich eingesetzt.

Die Marimbas stammen aus Afrika

Die Marimba ist ein Instrument aus der Familie der Xylophone. Vor langer Zeit machten die Menschen ein Loch in den Boden, um einen Resonanzkörper zu erhalten. Der Resonator entwickelte sich dann zur einem Holzklangstab mit Kalebassen auf der Rückseite, heute immer noch beliebt als Volksinstrument. Das Instrument gelangte dann von Afrika nach Lateinamerika und weiter in die Vereinigten Staaten, wo es schließlich zur modernen Marimba mit Resonatoren aus Metallrohren weiterentwickelt wurde. Ein Konzert für 100 Marimbas in der Carnegie Hall in New York im Jahr 1935, das von Clair Omar Musser dirigiert wurde, machte das Instrument in der ganzen Welt bekannt. Seit 1940 wurden viele Stücke für Marimba und Orchester komponiert. Zu den bekanntesten gehören das "Konzert für Marimba, Vibraphon und Orchester" von Milhaud und "Couleurs de la Cité céleste" von Messiaen. In der heutigen Zeit hat die Marimba ihre Anziehungskraft als Soloinstrument erweitert.

Der Tonumfang der Marimba erstreckt sich über vier Oktaven

Die Marimba, deren hölzerne Klangstäbe wie die Tasten eines Pianos angeordnet sind, hat einen Tonumfang von vier Oktaven, dem größten aller Klangstab-Perkussionsinstrumente. Die Klangstäbe der Marimba sind so gestimmt, dass sie gleichzeitig einen Grundton und den vierten Oberton erzeugen (einen Ton, der zwei Oktaven über dem Grundton liegt bzw. die vierfache Frequenz des Grundtons hat). Man nennt dies "Oktavstimmung". Im unteren Tonbereich sind die Stäbe so gestimmt, dass sie den zehnten Oberton erzeugen, wodurch das Instrument seinen einzigartigen, warmen, runden, vollen Klang erhält. Die Stäbe in den untersten Tonbereichen sind breiter und länger und die unterhalb der Stäbe angebrachten Metallresonatoren werden mit zunehmender Tiefe der Töne ebenfalls länger. Einige Resonatoren sind aus optischen Gründen in einem wunderbaren Bogen angeordnet. Die Oberseite der Resonatoren ist offen, die Unterseite jedoch geschlossen.

Das Xylophon stammt aus Südostasien

Das Xylophon, ein aus Südostasien stammendes Instrument, gehört zur selben Familie wie die Marimba. Zu den wichtigsten Werken, in denen ein Xylophon verwendet wird, gehören "Der Karneval der Tiere" von Saint-Saëns und "Der Feuervogel" von Strawinsky. Das Xylophon ist so gestimmt, dass es gleichzeitig einen Grundton und den dritten Oberton erzeugt (einen Ton, der eine Oktaven und eine Quinte über dem Grundton liegt bzw. die dreifache Frequenz des Grundtons hat). Man nennt dies "Quintstimmung". Das Instrument hat im Allgemeinen einen Tonumfang von dreieinhalb Oktaven und deckt einen höheren Tonbereich als die Marimba ab. Im Gegensatz zur Marimba haben einige Xylophone keine Resonatoren. Der Grund dafür ist, dass Resonatoren keine große Auswirkung auf den hohen Tonbereich der Xylophone haben.

Der Unterschied zwischen der Marimba und dem Xylophon liegt aber nicht nur in der Stimmung der Klangstäbe. Wenn Sie sich die Rückseite der Klangstäbe für die tiefen Töne anschauen, werden Sie feststellen, dass die Stäbe der Marimba in der Mitte eine Aussparung und die Stäbe des Xylophons eine wellenförmige Oberfläche haben. Diese Unterschiede bei Form und Stimmung der Stäbe ergeben den weichen Klang der Marimba und den hellen, scharfen Klang des Xylophons.

Die Marimba ist in einer Vielzahl von Ausführungen zu unterschiedlichen Preisen erhältlich, dazu gehören auch Instrumente mit fünf Oktaven für professionelle Musiker. Probieren Sie vor dem Kauf einige Instrumente aus und wählen Sie das aus, das der von Ihnen geplanten Anwendung am besten entspricht.

Tonumfang von Marimba und Xylophon

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