Über Glockenspiel



Über Vibraphone, Metallophone und Glockenspiele

In der Familie der Metallophone gibt es verschiedene Arten von Instrumenten mit unterschiedlichem Tonumfang und speziellen Merkmalen. Sie werden in allen Musikrichtungen eingesetzt, von der klassischen Musik bis zum Jazz, und erregen nicht nur als Begleitinstrumente viel Aufmerksamkeit, sondern unter Verwendung beispielloser Techniken auch als Soloinstrumente.

Das Metallophon ist eine Ableitung des Glockenspiels

Das Glockenspiel ist ein aus Deutschland stammendes Instrument. In Europa war das kleine Carillon (ein Satz Glocken) vor dem Einsatz des ersten Glockenspiels bei der Aufführung von Händels "Saul" im Jahr 1739 bekannt. Seit dieser Zeit haben viele Komponisten wie Tschaikowski und Saint-Saëns Stücke mit Verwendung des Glockenspiels geschrieben. Zu den wichtigen Werken mit Glockenspiel gehören "Die Zauberflöte" von Mozart und "Der goldene Hahn" von Rimski-Korsakow. Aus der Tatsache, dass das Glockenspiel im Englischen auch unter dem Namen "Orchestra bells" (Orchesterglocken) bekannt ist, lässt sich schließen, dass dieses Instrument oft bei Orchestermusik und Perkussionsensembles eingesetzt wird.

Das Vibraphon, ein aus dem Glockenspiel abgeleitetes Instrument, wurde 1921 in den Vereinigten Staaten erfunden. Zu den wichtigsten Werken mit Vibraphon gehören "Midsummer Night's Dream" von Britten und die "Turangalila-Symphonie" von Messiaen; auch Milhaud und Boulez schrieben einige Stücke für Vibraphon. Das Instrument wird sowohl in der klassischen Musik als auch im Jazz oftmals eingesetzt. Es gibt einige Vibraphonisten, die spektakuläre Darbietungen mit zwei Schlägeln in jeder Hand bieten. Auf diese Weise hat sich das Vibraphon durch häufige Solodarbietungen in verschiedenen Musikrichtungen einen Namen gemacht.

Das Geheimnis des Vibratos beim Vibraphon

Das gemeinsame Merkmal der drei Instrumente ist, dass gestimmte Klangstäbe aus Metall, die wie die Tasten eines Pianos vom tiefsten bis zum höchsten Ton angeordnet sind, Skalen bilden. Das Vibraphon und das Metallophon sind so gestimmt, dass sie gleichzeitig einen Grundton und den vierten Oberton erzeugen (einen Ton, der zwei Oktaven über dem Grundton liegt bzw. die vierfache Frequenz des Grundtons hat). Man nennt dies "Oktavstimmung". Der übliche Tonumfang eines Glockenspiels beträgt zweieinhalb Oktaven, der eines Vibraphons und eines Metallophons drei Oktaven. Die Tonhöhe nimmt in der Reihenfolge Vibraphon, Metallophon und Glockenspiel zu.

Die aus Stahl bestehenden Klangstäbe des Glockenspiels erzeugen einen klaren und strahlenden Klang wie eine Glocke, wenn sie mit speziellen Metallschlägeln angeschlagen werden. Die Lyra, die in Spielmannszügen eingesetzt wird, gehört ebenfalls zur Familie der Glockenspiele.

Die Klangstäbe des Vibraphons bestehen aus einer Aluminiumlegierung. Vibraphon und Metallophon besitzen Resonatorrohre unter ihren Metallstäben, die zur Erzeugung der sanften, schwingenden Töne beitragen. Mit einem Vibraphon lässt sich auch ein Vibrato erzeugen, indem im Resonator angebrachte Flügel über einen Elektromotor gedreht werden.

Das Metallophon besitzt Resonatoren, kann aber aufgrund des Fehlens von Flügeln kein Vibrato erzeugen. Man sagt, dass die Töne der Metallstäbe mit zunehmender Temperatur tiefer werden.

Aufgrund ihrer Unterschiede bei Tonumfang und Funktion sind die drei Instrumente, obwohl sie zu derselben Familie gehören, doch recht unterschiedlich. Berücksichtigen Sie insbesondere beim Kauf eines Vibraphons oder Metallophons sorgfältig den Tonumfang und die Funktionen, die Sie benötigen.

Tonumfang von Vibraphon, Metallophon und Glockenspiel

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