Über Posaunen



Über Posaunen

Die Posaune ist eines der wenigen Musikinstrumente, dessen Form sich seit dem 15. Jahrhundert nicht viel verändert hat. Es wird gesagt, dass die Zugtrompete, die Urform der Posaune, unter allen Blechblasinstrumenten der menschlichen Stimme am ähnlichsten klang.

Die Zugtechnik ist wichtig!

In der Mitte des 15. Jahrhunderts wurde die Posaune aus einer S-förmigen Zugtrompete entwickelt. Die Form der Posaune wurde nach ihrer Erfindung nur noch sehr wenig verändert. Die frühe Posaune war ein besonderes, angesehenes Instrument, das nur in Kirchen gespielt wurde und hauptsächlich bei königlichen Festen und Hochzeiten eingesetzt wurde, bis Beethoven sie in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Sinfonieorchester etablierte.

Ein Posaunist ändert die Tonhöhe der Posaune, indem er einen Teleskopzug hinausschiebt oder hineinzieht. Durch Verschieben des Zugs kann die Posaune stufenlos von einem Ton zum anderen gleiten. Mit anderen Worten, da ein Posaunist ganz feine Tonänderungen durchführen kann, ist die Posaune ein gutes Instrument zur Erzeugung von Harmonien. Der Bewegungsbereich des Zugs beträgt bis zu 60 cm. Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Blaskapellen fast immer von Posaunisten angeführt werden? Dies geschieht, um zu verhindern, dass vor ihnen laufende Menschen den langen Zug in den Rücken bekommen.

Finden Sie Ihren Sound selbst heraus

Die beste Posaune für einen Anfänger ist entweder die Tenorposaune oder die Tenorbassposaune (Tenorposaune mit Quartventil), beide sind sehr beliebt. Die Altposaune ist nicht so gebräuchlich, sie wird in deutschen Musikstücken eingesetzt, um die hohen, langen Töne sanft spielen zu können. Die Bassposaune hat im Vergleich zur Tenorposaune ein breiteres Rohr und einen größeren Schallbecher, mit ihr können tiefe Töne einfacher gespielt werden.

Da die Posaune keine klare Anzeige für die Tonhöhe hat wie zum Beispiel durch ein Ventil, muss der Posaunist beim Verschieben des Zugs die gewünschte Tonhöhe (Position) durch die Nutzung seiner Sinne selbst herausfinden. Besonders reizvoll ist bei der Posaune das Spielen eines "Glissando", das stufenlose Gleiten von einem Ton zum nächsten, das aufgrund der oben beschriebenen Bauweise der Posaune möglich ist. Im 19. Jahrhundert wurden auch Ventilposaunen entwickelt, sie konnten jedoch nicht die Popularität von Zugposaunen erreichen. Übrigens gibt es bei den Typen der Posaunen, die in einem Orchester oder für Jazz und Popmusik verwendet werden, kleine Unterschiede. Die Orchestermodelle haben eine breitere Bohrung und einen größeren Schallbecher als die für Jazz und Popmusik verwendeten Posaunen. Aus diesem Grund ist die Musikrichtung, die Sie spielen möchten, ein wichtiges Kriterium beim Kauf einer Posaune.

Tonumfang der Posaune

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